Band 
II. Theil.
Seite
366
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von der Erfahrung.

Die Neigung zu einer sizcnden Lebensart ent-steht zuweilen bey leftndem nnd denkendem Frauen-zimmer aus dem Wahn, sie seyen nirgends wohlals zu Haust. In gesunden Tagen ist man frei-lich auch bey vielem sizen wohl, aber dieses ein-same Wohlseyn hat bey ihnen insgemein die kläg-lichste» Folgen. Sie freuen sich am Anfang desWinters zu Hause bleiben zu können , und amEnde desselben ist ihre Gesundheit auf viele Mo-nate und oft auf einige Jahre zernichtet. Dennanstat die Sommcrlust gemessen z» können, er-liegt ihr abgematteter Körper unter der noch mehrermattenden Hize.

Gelehrte die bey dem gänzlichen Mangel derLeibesübung immer lesen und schreiben, verderbenvorzüglich ihre» Magen und ihre Däuung, sieverlieren daher oft die Wust, sie haben entwederBlähungen, oder sind mit taustnderley Bangig-keiten geplagt. Sie haben bald Verstopfung baldBauchflüsse und mannigfaltige Zufälle in denNerven, sie verlieren den Schlaf lind die Em-pfindlichkeit für das Vergnügen / sie sinken in tau,

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