;6>4 von der Erfahrung.
Schlaf führt zu der Starrfuchh und zu einemganz gedankenlosen Zustande/ der fast alle Sinn-lichkeit zerstöret. Leuten deren zeitliches Glük er-fodert dumm zu seyn / gebe ich darum den Rathbis an den Mittag zu schlafen.
Die Nothwendigkeit des Schlafes verhält sichfast wie unsere Arbeit durch den Tag. Daherflicht der Schlaf die Palläste der Grossen / da-her wohnet er mit seinen sanften Erquikungen inder Hütte des Landmanns / daher ist wie ich beydem Herrn von Halter lese seine Nothwendigkeitso unüberstciglich / daß dieses eine der vornehm-sten Ursachen geworden, warum die tapfere aberalles Schlafes beraubte Englische Garnison vonSancr Philipp diese Festung dem Herzoge vonRichclieü übergeben müßen / weil sie ihre Waffennicht mehr zu tragen vermochte / und weil auchder Kriegsmann selbst unter dem Donner derCanonen einschläft.
Allzuvielcs Wachen sezt die Nerven und dasBlut in eine heftige Bewegung. Es reibt dieKräfte von jenen auf/ macht die flüßigen Theile
scharf/