IV. Buch. 9. Capitel. zä;
scharf, verzehret das Fett, neiget den Menschenzum Schwindel, zu heftigen Kopfschmerzen, zumGoldaderflusse, zu Fiebern, zu einer quälendenUnruhe, zu einer beisscnden Häßigkcit, zu Hand-lungen ohne Zuiammenhang, ohne Absicht undvoll Widerspruchs. Man weis daß Leute welcheviel schlafen sehr selten heftiger Leidenschaften fä-hig sind, weil selbst der Schlaf bey ihnen eine sobezaubernde Leidenschaft ist, daß sie alle andereverschlingt. Hingegen werden sehr oft Leute diewenig schlafen «»gemein heftig und böse. Ichhabe eine Menge Personen beyderley Geschlechtsund zuweilen von dem liebenswürdigsten Charak-ter gesehen durch den blossen Mangel des Schlafssich umwenden, und ganz unkennbar werden.
Endlich führt das allzuviele Wachen den Memschen zu den groteskesten Grillen und äusserer,deutlichsten Gespenstern der Einbildungskraft, undendlich in einen völligen Wahnwiz, daher manauch das Hirn solcher Leute ordentlich verwelktund zum Theil ausgezehrt gefunden. Hier öf-net sich nochmals eine Aussicht zu der philosophi-schen