Band 
II. Theil.
Seite
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z?« Von der Erfahrung.

sich äussert, dem Körper alle Nahrung nimt,die Kräfte verzehret, und eine neue höchst wich-tige und äusserst h-artnäkige Ursache der Krank-heiten wird, von Welchem er anfangs die Wir-kung war. Mich hat daher so sehr nicht gewun-dert , daß Herr Zeviani ein kluger ItaliänischerArzt dem öftren Leibe in der Hypochondrie undMuttcrkrankheit sehr ungewogen ist, und daß ereinen Dnrchfall von einem Tage für schlimmerhält als eine Bindung von zwoen Wochen.

Der Harn geht in kalten Ländern natürlicherweise stärker ab, weil die Ausdünstung geringerist. In warmen Ländern ist sein Abgang spar-sam, weil die Ausdünstung sehr beträchtlich ist.Die Weiber vermögen auch überhaupt den Harnlänger zu halten als die Männer. Ein allzustar.-ker Abgang des Harns macht eine eigene und ge-fährliche Krankheit aus, die man den Harnflußnennt. Dieser Harnfluß ist zuweilen unendlichgroß; Gatinaria erzählet die Geschichte einer Frau,die in sechzig Tagen stebenzehcn hundert und vier-zig Pfunde mehr weggcharnet als sie getrunken,

und