IV. Buch. ir. Capitel. 4;y
Tag da ick selbst ganz sicher war und zudem aus-ser der Zeit der Reinigung nichts befürchtete,kam dieser jammervolle Zustand mit der äusser-sten Heftigkeit wieder und währte fünf Tage, ichbeförderte die Ausdünstung und legte Senfpflasteran die Füsse. Nach fünf Tagen war alles vor,bey, ich gab zwo Dosen Rhabarber mit starkerWirkung. Die Zeit der Reinigung kam, und mitdieser das alte Elend, doch währte es nur vierTage, aber das sehr sparsam abgehende Blutwar ein blosses flejschfarbes Wasser. Diese Um-stände seztcn mich in eine grosse Verlegenheit, ichsah daß die angeführten Mittel und die immer mder Zwischenzeit gebrauchte Holztisanne nichts ge-holfen hatten, ich versprach mir freilich von starkabführenden Mitteln das meiste, aber diese durfteich wegen dem langwierigen Bauchflusse und denäusserst schwachen Därmen, in dieser den Mut-terbeschwerungen sonst äusserst unterworfenen Per-son nicht gebrauchen. Ich bewafnete mich also,mit der Gedult, zu welcher mir die Kranke selbstdas schönste und rührendeste Beyspiel gab, und
unter-