Band 
II. Theil.
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1^. Buch. ii. Capitel. 461

Die Furcht macht überhaupt alle Krankheitenschlimmer. Sie verwirret ihren natürlichen Lauf,sie vermengt mit denselben tausend fremde Zufäl.le, und schwächt die Natur so sehr, daß dieKrankheit immer grösser bleibt als die Mittel..Ich erinnere mich eines Mannes der den weissenund den rothen Friese! hakte, bis auf den fieben-zehntcn Tag gieng alles gut, die Fleken undBläsgcn ficngen zum Theil schon an abzuschup-pen , den Abend fand ich ihn fehr wohl. Mittenin der Nacht überfiel ihn eine unvermuthete Furcht,und in einer halben Stunde war er todt.

Gespenster müssen zuweilen die Ursachen vonWirkungen seyn, die ganz natürlich aus einer hef-tigen von einer verdorbenen Einbildung herrüh»renken Furcht fliesten. Nichts ist gewöhnlicherals grosse daher entstehende Geschwülsten, Ent-zündungen der Oberfläche der Haut, und sehrschmerzhafte Geschwüre, wovon mir verschiedeneBeyspiele aus eigener Erfahrung bekannt find,und von welchen eines vor andern hier angefüh-ret zu werden verdient, obschon es langweilig

und