Band 
II. Theil.
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48- Von der Erfahrung.

bensart zu führen verdammt ist. Am häufigstenfind darum diese erbärmlichen Krankheiten inKlöstern, abgelegenen Schlössern, kleinen Städ,ten, und einsamen Familien, weil die Menscheneinander am meisten plagen wenn sie in kleinenGesellschaften leben, nur sehr wenige Ideen ha-ben, und mit der langen Weile gemartert find,die eine Abwesenheit angenehmer Ideen ist. Ichlese in einer sehr schönen Abhandlung von denLeidenschaften, die Einsamkeit und der Müßig-gang werden nicht nur überhaupt entfernte Ursa-chen vieler Leidenschaften, sondern sie seyen auchvorzüglich zur Unterhaltung der eingewurzeltenAffecten sehr gefchikt, indem fie das Gemüthum gewisse einzele Gegenstände sammlen, unddasselbe vornemlich in dem wettern Nachdenkenüber die Ursachen der Leidenschaft desto geschäfti,ger machen, je weniger es von andern Empfin-dungen gestöret wird. Herr Zückert, sie habenvor Gott und der Welt recht.

Bey der beständigen Wiederkunft der gleichenTraurigkeit, des gleichen Verdrusses, der glei-chen