Band 
II. Theil.
Seite
498
JPEG-Download
 

von der Erfahrung.

Heu Monate, und izt hat sie dieselben niemalsohne grosse Beschwerden. Zwo SchweizerischeDamen verfielen durch eine betrogene Liebe indie schon von dem Hippocrates nach der plözli-chen Zurükhaltung der Zeiten wahrgenommeneSchwindsucht, zu welcher sich aber in diesembesondern Falle allemal eine scheue Traurigkeit,ein allgemeines Mistrauen, und eine gänzliche Mi-santropie gesellet, die doch im äußerlichen nurblos den Charakter der Langenweile und der Nie-dergeschlagenheit hat. Dieser in der Schweiz nichtseltene Zustand des Körpers und der Seele ist dielangsame und unheilbare Auszehrung, welchedie Engländer das Herzbrechen nennen, und diein der Geschichte der Clarissa vortreflich beschrie-ben ist.

Eine betrogene oder verunglükte Liebe zeugtauch noch andere Uebel. Tulpius hat einen jun-gen Engländer durch den unerwarteten Abschlageiner sehr gewünschten Heirath urplözlich in eineStarrsucht verfallen gesehen- Steif wie Holzsaß er einen ganzen Tag auf einem Stule in der' gleichen