Buch 
Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
Entstehung
Seite
41
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Erstes Buch,

Niederträchtigkeiten fähige, undzu allen sittlichen Tu«genden verwahrlosete Kundschafter, die jeden gutenGedanken, der irgendwo zu Gunsten der wahrenAerzte aufsteigt, plötzlich ersticken. Sie selbst suchenhinterrücks und offenbar durch die hcflichstcn Vor-rückungen , immer durch falsche Hofnungcn und dieVersprechung schwere oder unheilbare Krankheitendurch ein kleines Mittel zu heilen, das Herz derKranken, die sich in die Arme wahrer Aerzte gewor-fen, wider sie zu empören. Sie bedienen sich zudiesen Absichten am meisten der Ungeduld des Kran-ken oder der Umstehenden in langwierigen Krank-heiten , oft ihrer Vorurtheile wider Aerzte die stu-dieren , und überhaupt des Hasses kleiner Geistergegen aufgeklärtere Geister, mit den, unfehlbarstenGlücke. Der ganze Pöbel schreyt, der Kranke seybesser sobald ihn der Charlatan gesehen hat, er seygeheilt wenn er in dem Nachen des Todes liegt.So oft ein anderer in schwere Umstände verfällt,wiederholen die Charlatans , des beschämendenAusganges ihrer ehmaligen Versprechungen uncinge-dcnk, die gleiche geistlose Betrügerei) mit dem glei-chen Erfolge. Mit dem standhaften Entschlüsseüber alle Regungen des Gewissens, alle Erhaben-heit der Gesinnungen, alle Zärtlichkeit des Geistesund des Herzens heimlich zu lachen, vergiften siemit stiller und offenbarer Wuth jede Spur von^wahrer Aerzte gutem Namen. Wolken von Chica-nen und Lügen sind Machinen, deren sie sich in derUeberzeugung bedienen, sie werden nicht unbeglückt