Zweytes Buch,
wie bey dem Hippverates. Auch sagte der Vater derArzneykunst seine Beobachtungen treffen in Lybienund in Scythicn, und folglich unter den entgegen,gesetztesten Himmelsstrichen ein. Eine fast unglaub.liche Anzal Krankheiten kommen in den Schriftendes Hippverates vor, deren Namen nicht geänderthaben, und die in dieser langen Zeit immer durchdie Zeichen erkannt worden , die Hippverates selbstdavon gegeben hat. Die gleichen Zeichen durch dieman den Seitenstich, die Lungensucht, die fallendeSucht und so viele andere Krankheiten vor einigentausend Jahren von andern unterschieden hat, hel-fen uns noch itzt diese Krankheiten von andern un-terscheiden , denn die Zcichcnlchre hat unter allenTheilen der Arzneykunst am wenigsten geändert. DieFieber des Hippverates in seinen Büchern von denEpidemischen Krankheiten sind in allen Zeiten ent-standen und werden in allen Zeiten entstehen , wel-ches aus den Schriften aller Aerzte die der Naturgetreu die Krankheiten mit dem Pinsel der Naturbeschrieben , und besonders aus den Schriften desSydenham erhellet. In diesen Büchern des Hip-pocratcs enden die Seitenstiche und die Peripneu-monien durch einen starken Auswurf, oder durcheinen entstehen Bodensatz im Harne ; die hitzigenFieber von der heftigern Art und die Hirnwuthdurch ein Nasenbluten; die Wechselfieber durch war-me, häufige und stinkende Schweife; die gemeine»hitzigen Fieber und die so einen verdorbenen Stofin den Därmen zur Ursache habe» , durch brechen