zweytes Lapttel. 57
und pnrgiren; die hitzige Gliedersucht und die Fluß-fieber durch einen stark beschwerten Harn, den Stul-gang, oder den Schweis. Die Mischen Tage sindzwar in unsern Zeiten in den Morgenländern vielgenauer, und den Lehren der Alten gemäßer alsbey uns, doch kommen unsere Wahrnehmungen denihrigen sehr nah, sobald man sich ihrer Methodenund ihrer Mittel bedient. So sehr nun Thasusdurch die Lage des Ortes und den Zustand der Luftvon den Ländern wo wir leben verschieden ist, sounbeträchtlich ist überhaupt der Unterschied zwischenden Fiebern des Hippocratcs und unsern. Auchdie meisten von Sydenham in England beschrie-bene Krankheiten sind nach allen ihren Umständenund Zeichen unsere eigensten Krankheiten in derSchwcitz.
Verschiedene Arten von Krankheiten sind nicht sovorzüglich an einen Himmelsstrich gebunden , daßsie sich nicht auch in dem entgegengesetztesten Him-melsstriche finden können. Man glaubt sonst diefaulen und bösartigen Fieber herrschen weit mehrin dem Süden, und die Fieber mit Entzündungin dem Norden; diese Bemerkung ist überhauptwahr, doch ist der Süden nicht durchaus so un-gesund und der Norden nicht durchaus so gesundals man glaubt. In Castilien soll die Lufthöchst gesund und die Fieber weder gemein , nochbösartig , noch hartnäckig seyn; da hingegen inSchweden die schlimmsten Flußficbcr, die Fleckenfic-ber, die gefährlichen Pocken und Masern jährlich