m
erstes Capitel.
teten Theorie. Man fängt bey dem einfachen undunzweifelhaften an , wenn man das wahre in einerReihe deutlicher Folgesätze erkennen will. Jede Er-scheinung muß darum in ihre Theile zerlegt, jederTheil in feine Grundsätze aufgelöset, jeder Grund-satz durch die Erfahrung bekräftigt seyn. Der Be-obachtungsgeist ist durchaus nöthig, wo der Verstanddurch die Augen sehen soll.
Die Kenntnis der menschlichen Handlungen oderdie Moral ruht ganz aufguten Beobachtungen. Manversucht umsonst in den Herzen der Menschen zulesen, und ihre Gedanken oder Metaphysik ihrerHandlungen zu verstehen, wenn man die Sittenund die Welt nicht wie die Naturlehre oder dieArzneykunst studiert hat. Die Historie selbst istnichts anders als eine Sammlung von Beobach-tungen in Absicht auf die Kenntnis des Menschenund der Welt.
Der Unterschied zwischen den Reden und denThaten führt uns auf den unendlichen Unterschiedzwischen dem was der Mensch seyn will und demwas er ist. Wir müssen aus den Erscheinungen dieWesen kennen lernen., damit wir einst aus denWe,sen selbst die Erscheinungen vorhersehen, zuerst ausden Thaten der Menschen aufihr Herz schliesset,, undzuletzt von ihren, Herz auf ihre Thaten. Man findetdie Unterscheidungszeichen der Reden und der Thaten,wenn man ohne aufhören eine sorgfältige Vergleich-nnq zwischen bevden anstellt. Wir müssen darum die