zweytes Capitel. i;9
Chaldäischen / Caballistischen und ZigeinermäßigenKünsten, mit einem Worte auf übernatürlichen undwunderbarlichen Dingen im geringsten etwas hielt,aus der ersten und reinen Christlichen Kirche als einKetzer verbannet. Demohngcachtet folgten bey denChristen mit der Einfalt der Zeiten, auf die Weis-fagnngen der Heiden aus den Eingeweiden der Thie-re und dem Flug der Vögel die Sternvossen , unddie in meiner Nachbarschaft von einigen dummenWeibern »och ausgeübte und weit umher unter unsbewunderte lügenhafte Kunst unbekannte Dinge ausdem Wasser zu schwatzen , und das abwesende indemselben gegenwärtig zu sehen. In den Zeiten dadas ganze Christliche Europa in dem Schlamme derBarbarey noch versunken lag, hatte ein einzigerMönch den Muth den wahren Unterschied zwischenden sträflichen Misgeburtcn des Aberglaubens undden allerheilrgsten Geheimnissen der Religion, zwi-schen Körper und Geist, Natur und Gott zu ma-chen ; Noger Bacon war der einzige Weise in einerWelt von Thoren. Aber in unsern aufgeklärten Ta,gen sind die Gemüther der bessern Menschen durchdie Ausbreitung der Wissenschaften, und die durchdie Philosophie immer mehr gesicherte Herrschaftder Vernunft von Scgnereyen, Bezaubcrungcn undEntzauberungen gereinigt. Keine Hexenprccesse wer-den von den Französischen Parlamenten mehr ange-nommen ; alle in den mitlern Zeiten in Großbritan-nien hierüber gemachte Gesetze sind abgeschafr; dieSchweizerische Geschichte der vorigen Jahrhunderte