i4« Drittes Luch,
enthält fürchterliche Denkmale dieser nunmehr vonunsern Regierungen verabscheuten, verbotenen abernicht verbannten Barbarey. Grose der vor eini-gen Jahren in einer philosophischen Reisebeschrei-bung durch Ostindien von der erbärmlichen Unwis-senheit der Maratten einen Begrif geben wollte,sagt mit einer Art von Erstaunung, sie glauben nochHexen.
Andere Vorurlhcile und Leidenschaften schwächenden Beobachtungsgeist nicht weniger. Die Seelemuß ruhig und still seyn sobald wir mit Nuzen be-obachten sollen , weil die unendlichen und oft allzu-tief in dem wenigen verborgen liegenden Merkwür-digkeiten der Natur uns sonst unvermeidlich ent-giengen. Die dem Arzte bey der Beobachtungder Krankheiten so sehr nöthige Ruhe wird wech-selweise durch die Vorurlhcile und die Leidenschaf-ten des Kranken und besonders der Umstehendengehemmt.
Die Menge elender Urtheile über eine Krankheit,die immer sich selbst und immer den besten Aerztenaller Zeiten und aller Völker widersprechende Rä-the hirnloser Köpfe, und besonders der von allenSeiten herbeydringende Hagel von Recepten ma-chen den Arzt so sehr verlegen; und stürzen ihn zu.letzt in eine solche Verwirrung, daß er entweder ganzvergißt, oder wenigstens ganz unfähig wird die Um-stände einer Krankheit genau zu beobachten und ge-lassen zu überlegen.
Am wemüstc» kann ein Arzt unter Menschen beo-