>;<> Drittes Buch,
GalenuS leitet diese Hitze von der Galle, die Chimr-sten von dein Ueberfluß des Schwefels, Helinontvon der Wuth des Archäus. Dieses alles ist un-gewiß sagt Boerhaave, dieses alles siehet Secten an,darum verwirft es der Beobachter, damit die Kunstrein, männlich und ihrer selbst gewiß bleibe. Mansoll allein behalten was man beobachtet, oder wasso augenscheinlich aus dem beobachteten fließt, daßkein der Sache kundiger und gewissenhafter Richtersagen könne, es flieste nicht. Hieraus erhellet mitwie vielem Verstände Rousseau den Thucydides daswahre Muster der Geschichtschreiber nennt, weil ergesehen, daß Thucydides die Begebenheiten erzähletohne siezn beurtheilen, und doch von allen Umstän-den , die unS die Fähigkeit geben sie selbst zu beur-theilen , keinen ausläßt. Weil er gesehen , daß Thu-cydides alles was er erzählet unter die Augen desLesers setzt, und weit entfernt zwischen die Begeben-heiten und den Leser ins Mittel zu treten sich so wohlwegstielt, daß man das erzählte selbst zu sehen nichtzu lesen glaubt. Nur der eitele Kitzel sein Urtheil inseine Beobachtungen zu mischen, ist schuld daß jedeWahrheit die ein grosser Geist uns lehret mit hundertfalschen Urtheilen von ihm begleitet wird. Darumhat freylich auch der grosse Rousseau sehr unwahrgeurtheill, es sey eine ausgemachte Wahrheit, baßalle gelehrte Gesellschaften von Europa nichts alsöffentliche Schulen der Lügen sind, und daß sich inder Parisischen Academie der Wissenschaften mehr