Drittes Buch,
tcn so auSgcdähnt und richtig sie immer seyen, lei-ten um so weniger zu den Vermuthungen von derKunst sie zu heilen, weil weder in einer Krankheitalle Merkmale beysammen, und auch in verschiede,nen nicht verbunden sind; zudem werde die Schwie-rigkeit eines richtigen Urtheils hierin vermehrt, weildie gleichen Merkmale in einem Kranken gar nichtgefährlich, und doch oft in dem andern tödlich sind. >Daher geschehe es auch daß die Lehrsätze die man jüberhaupt über die Kunst diese Krankheiten zu hei- ^len hinschreibt , dem Arzte oft entweder nicht nutz. !
lich seyen, oder ihn auch betrügen ; da man hin. I
gegen aus den besondern Krankengeschichten nicht nurdie verschiedene Natur der gleichen Krankheit erken-ne, sondern auch die Kraft und die Zeit von jedemZufall, und die in dem ganzen Verlaufe der Krank-heit nöthige Arzneyen.
Mich dünkt diese zween Engländer seyen zu ver,gleichen. Eydenham wollte nur allgemeine Kran-kengeschichten haben und verwarf die besondern;Freind wolle nur besondere Krankengeschichten ha-ben und verwarf die allgemeinen ; die einen unddie andern sind uns vonnöthen. In die allgemei-ne Geschichte der Krankheiten ordnet sich von selbstwas vielen gemein ist, oder die Krankheit nach ih-ren allgemeinsten Erscheinungen, und die ihr ambesten entsprechende Heilartcn. In die besonderekoinmt was von dieser Ordnung abgeht, besondersdie Verwicklungen, und überhaupt jede mit ausser,ordentlichen Zufällen begleitete, oder auf eine aus-