i8o Drittes Buch/
schwollene, fleischigte und harte Wesen des rorder-stcn Häntleins an / das ich zwar in der zweytenvierzehn Tage hintereinander ebenfalls deutlichwahr-genommcn, bis vermittelst an dem Hintern ange.letzter Blutsauger und Fußbäder mit Senf/ diesesmit einer gänzlichen Blindheit verbundene Uebelwich. In der ersten Gattung wird hingegen diese !Geschwulst so groß / daß sie sich von allen Seitenüber die Hornhaut erhebt / und das Auge ist gleich >anfangs weiögclb und so zusagen eitcricht ; in der izweyten Gattung kommt die helle Nöthe plötzlich.Endlich trieft in der ersten aus unendlich vielen Pünct»gen der entzündeten Theile ein dickes/ klebrichtes/gelblichtes / scharfes und beißendes Wasser / und all-mählig werden diese Pünctgen so viele Bläslcin / dieman so wenig als die Pünctgen in der zweyten wahr-nimt.
Hieraus erhellet wie nöthig es ist, eine deutlicheund bestimmte Kenntnis von den Gatmngen derKrankheiten zu haben / die von den PracuciS insge-mein durch einander geworfen / und ununtcrschiedcnvon ihren Arten besorgt werden; welches in Abstehtanf die mannigfaltigen Gattungen des Hwswehe, derColik/ der Auszehrung/ der Epilepsie und der Gelb.sucht alle Tage wiedersähet.
Einzele Krankheiten die einander durch beständigeund währende Merkmale ähnlich sind / werkst Krank-heiten einer Gattung genannt. Unterschüdene Gat-tungen einer Krankheit / die durch gemeinsame Zu-fälle mit einander übereinkommen / aber in, besam