viertes Capitel. 189
den glaubte/ und daher auch die Verabsäumung der-selben höchst schädlich fand.
Aus den Zeichen der Abänderungen und des Zu-stands der Krankheiten werden diejenigen genom.meu/ die uns über den Ausgang einer Krankheit indas Leben/ in die Gesundheit/ in eine andere Krank-heit/ in den Tod und über die Zeit dieses Ausgangsunterrichten. Man gelangt zu diesen Zeichen über-haupt, wenn man alle übrige Zeichen verbiudt undvergleicht, und aus dem was in sehr vielen Fällengesehen worden / auf den Ausgang des gegenwär-tigen Falls schließt. Die Alten mußten lange dieKrankheiten nach ihren einfachsten Erscheinungen be-schrieben und auf alles gemerket haben was die Na-tur/ oder das Ohngefehr/ oder die Kunst thun/ ehsie mit einig er Wahrscheinlichkeit sagen konnten/ hun-dertmal waren in dieser bestimmten Krankheit beydiesen Umständen diese Zeichen die Vorläufer diesesErfolges/ und daher sind sie es auch itzt. Durchdie genaueste Aufmerksamkeit auf alles was. in denKrankheiten vorgieng / lernte Hippocrates nicht nureine Krankheit von der andern durch ihre Zeichenunterscheiden/ sondern er erwarb auch durch die Ver-gleichung der gleichen Krankheit in verschiedenenPersonen / und der Zufälle die vorhcrgicngen undnachfolgten, eine Fertigkeit die Krankheiten denGesundm vorherzusagm / und den Kranken ihrenAusgang zu bestimmen. Man muß aber die glei-che Beobachtung sehr oft ohne die geringste Ucber-eiluna ' und ohne baH-fic jemals fehlgeschlagen/ ge-