Drittes Buch,
190
macht haben, wenn man jagen will, daß auf dieseUmstände dieser Erfolg sich äußern werde.
Wir bemerken die Verhältnis der Hofnnng zu derGefahr, wenn wir das gme welches unö aus demgegenwärtigen und vergangenen von dem Krankenbekannt ist, mit dem schlimmen abwägen das wiraus den gleichen Quellen schöpfen, wenn wir die Kräf-te des Kranken gegen die Kräfte der Krankheit mäs.sen, und allemal zugleich auf das sehen was in denmeisten uns bekannten Fällen auf gleiche Umständeund Zeichen gefolgt ist. Wir lernen durch diese mitder äussersten Sorgfalt gemachte Untersuchung , obdie Hofnung vollkommen , ob sie zweifelhaft odernichtig sey. Der Herr von Montesquieu frug aufseinem Sterbbette seine Aerzte, wie verhält sich dieHofnung zu der Furcht? Sie hätten auf gut Chine-sisch antworten können, ein Theil geht zum Leben undneun zum Tode.
Ein Arzt wird zur Vorhersehung in den Krank,heilen geschickter, wenn er auf die sogenannten Cri-scs oder Abänderungen in den Krankheiten die ichAbfälle nenne, mit der nöthigen Klugheit die mög-lichste Aufmerksamkeit macht. Man versteht durchden Abfall einer Krankheit den Auswurf der Mate-rie der Krankheit, auf welchen insgemein eine merk-liche Veränderung zur Gesundheit oder zum Todefolgt. Die Aerzte unterscheiden in Ansehung dieserAbfälle die Zeit, in welcher die in dein Magen undden Därmen, oder in den Adern, oder in irgendei-nem Gliede haftende Materie der Krankheit nnver-