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Drittes Buch,
schcn Standhaftigkeit er oft den Admiralen die hef-tigsten Schmerzen des Podagra ausstehen gesehen,da er durch ihre Wuth fast getödet, still und gelas-sen blieb. Noch mehr erfchrack er, so oft er das un-überwindliche Wehklagen hörte, das in dem sonstunbesiegten Gemüthe des Admiralen die Ucbermachtder Schmerzen, bey den vergeblichen Bestrebungenseiner Gedult erzwäng.
Sobald Boerhaave in das Zimmer getretten war,wolle der Admiral sich ein wenig aufrichten, demBoerhaave die Hand bieten und ihn grüssen. Aberbey der geringsten Bewegung , bey jedem einzelenWorte, schien er unter der Vermehrung feinerSchmerzen zu erliegen. Hierauf versuchte er feineklägliche Krankheit zu eröfnen, ohne es zu können,weil bey jedem Versuche die angestrengte Grausam,keil des Schmerzens ihm den Athem hinterhielt.
Einer von den Umstehenden machte also folgendeErzählung. Drey Tage vor der Krankheit hatte derAdmiral an einem grossen Gastmal zimlich theil ge-nommen, und gleich daraufdurch eine gänzliche Ent-haltsamkeit jedem sonst daher entstehenden Uebel vvr-gebogen. Seine letzte Mittagsmalzeit vor dem Anfallder Krankheit war mäßig. Den ganzen Nachmittaggenoß er nichts, sondern er ritt, war freudig, ganzgesund, er hatte nicht die geringste unangenehme Em-pfindung, auch nicht den geringsten Argwohn einesbevorstehenden Uebels.
Nachdem er glücklich nach seinem Ritte zurückge-kommen, enthielt er sich nach seiner Gewohnheit der