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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
Entstehung
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220
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viertes Capitel. 207

Nachtmalzeit. Um halb zehen Uhr des Nachts tranker drey Porcctlanschalen von seinem gebräuchlichenCardobenedicten Thee. Um die Ursache angefragtsagte der Admiral, er fühle eine kleine Beschwerungin dem obern Theile des Magens die er auswaschenwolle, weil er sie schon oft gefühlt und immer durchein Brechmittel gehoben habe. Er erbrach sich baldhernach, doch nicht sehr leicht, und nicht genug.Darum nahm er noch vier Theeschalen von dem glei-chen Getränke. Obschon er nun den Magen so sehrangefüllet hatte, so konnte er doch nicht brechen, da-rum ließ er noch mehr von diesem Getränke berei-ten, weil er glaubte, er werde es durch heftigeresTrinken befördern. Allein da er auf seinem Stulesaß, zum brechen sich reihte , und so weit das ge-ringste andere Uebel nicht empfand, erhub er plötz-lich ein grausames Geschrey, auf welches alle seineentsetzten Bedienten herbeyeiltcn , und von dem Ad-miral vernahmen, es sey ihm zu oberst in dem Ma-gen etwas zerborsten, zerrissen, oder verrenket. Ersetzte hinzu, es entstehe ihm daher ein so sehr schnei-dender Schmerz, daß er den gegenwärtigen und ganzunvermeidlichen Tod mit der äussersten Gewißheit,mit der äussersten Stärke fühle. Indeß erhub ersein Herz zu Gott, der kalte Schweis stoß ihm überdie Glieder, sein Angesicht und seine Hände erblaß-ten , und zuweilen unterblieb sei» Puls. Der Ad-miral befahl selbst , daß man über sein erkaltetesHaupt und seine Brust warme und mit stärkendenSachen angefeuchtete Tücher schlage. Es geschah