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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
Entstehung
Seite
225
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2ir Drittes Buch,

häufte sobald es genommen war Marter auf Mar-ter. So verhielt sich die Krankheit, und das Schick-sal der beyden Aerzte, bis um fünf Uhr des Mor-gens , da Boerhaave gezwungen war für einige Stun-den sich zu entfernen. Eh er wcggieng, gab er dieseiner Klugheit so sehr gemäße Warnung, man sol-le nur eine kleine Zeit die Natur ihr selbst überlas,sen, und nicht allzusehr nicht allein mit vergeblichen,sondern wie es schien mit schädlichen, obgleich aus-erlesenen Arzneyen eilen. Aber der Ausgang warder geschöpften Hofnung nicht gemäß, die bald ver-sank und zerfiel. Der Admiral rang bis um achtUhr des Morgens mit seinem Uebel, ohne den klein-sten Trost. Inzwischen sah der Doctor de Bye durchdie hartnäckige Wuth der immer anwachsenden undimmer grausamern Pein die Lebensverrichlungenabnehmen ; aber die Krankheit kam durch keinenneuen Zufall in einiges Licht. Er machte schriftlichdem Boerhaave neue Vorschläge, die er annahm.Aber auch diese waren nicht nur nutzenlos, sondernder Schmerz durchschnitt den Kranken immer mehr,und wütete aufdas sanfteste Mittel. In diesen Um-ständen bestellte der Admiral gedultig sein Haus,und bezeugte beständig daß er von keiner mensch-lichen Hülfe den geringsten Trost erwarte, dochwolle er alles nach dem Willen der Aerzte thunund leiden.

Um drey Uhr nachmittag kam Boerhaave wieder.Der Admiral empfieng ihn aufdie gütigste und freund-schaftlichste Weise, zugleich gab er ihm die Versiehe-