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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
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232
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viertes Capitel. 219

die theils immer da zugegen ist / theils aus demSchlunde nacheinander dahin kam, in beyde Brust-hölen gedrungen. Endlich habe dies alles den Todnicht eher zuwege bringen können , drs die Luft ineiner solchen Menge aus dem Magen und dem Schlun,de durch die Wunde in beyde Brusthölen gekommensey, daß die Lungen sich nicht mehr auszudähncn ver-mochten , und also der Tod durch die Hemmung desAthems erfolgte.

Aus allem diesem fließt daß die Krankheit des Ad-miralen aus richtigen Zeichen nicht habe können er-kannt werden, daß die besten Hülfsmittel unnütz ge.wefen wären, wenn man auch die Krankheit hatteerkennen können , daß man nach der Anleitung die-ser Boerhaavifchen Geschichte diese Krankheit, wennsie sich in einem andern Menschen eräugnen solte,freylich erkennen aber niemals heilen würde; undendlich was ich hiermit beweisen wollen, daß manbey dergleichen Schwierigkeiten unsinnig seyn müß-te einem Arzte vorzuwerfen, daß er das gegenwär-tige nicht erkannt und das künftige nicht vorher-geschcn.

So unsinnig war indeß der Gernwitz der Wund,ärzte, die sich nicht schämten zu sagen Boerhaavehätte durch die Eröfnung der Brust das in dersel-ben ausgcgoffene Getränk abzapfen sollen ; da dochauf dies? ist beyden Seiten gemachte Oefnung unddie daraus entstandene Einbringung der Lust einaugenblicklicher Tod erfolget wäre. Man setze aberdaß auch dieses hätte geschehen können, so würde es