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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
Entstehung
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234
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viertes Capitel.

dern, die zu einer unglaublichen Grösse erwachsendalle Tage eine Menge Helles Blut aussticß , undendlich durch den erstickten Geblütsumlauf so bös.artig ward , daß er nach einer langen Gedult den da»her entstehenden Schmerz länger nicht aushaltenkonnte, da dazumal die sehr entzündete Geschwulstdem Brande nahe schien. In diesen Umständen frugder Herr von Saint Auban den Boerhaave umRath, der ihm sein Uebel durch eine dünne Diät,und durch auswendige und inwendige lindernde Mit-tel, so sehr aus dem Grunde hob , daß der Krankewieder ganz gesund und stark ward, und es ohne diegeringste Spur einer Beschwerde anderthalb Iah.re blieb. Da er nun von diesem grossen Uebel aufeine sehr einfache Weise besreyet worden , merkteman alle Tage auf das genaueste ob irgend eines vonden Uebeln erscheine, die auf die Heilung des Golda.derflusses folgen , damit man demselben auf das ge-schwindeste entgegenstehe. Boerhaave rieth diesesnicht nur weil nach der Anleitung des Hippocratesalle nachfolgende Aerzte die Warnung hinterlassen,daß von der Heilung des Goldaderflusscs oft wun-derbare und noch weit gefährlichere Uebel entstehen;sondern hauptsächlich darum, weil der Vater desHerrn von Saint Auban chmals an der gleichen Ge-schwulst der Goldadern krank, und daher zu seinemDienste bey der Reitere» unfähig, diese Geschwulstdurch brennen und schneiden vertilgen lassen, einganzes Jahr darauf sich zimlich wohl befunden, abernachher zween Monate hindurch mit einer Schwie-