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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
Entstehung
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238
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viertes Capitel. 22;

bedaurenswerthe Krankheit zu einem solchen Gradedes Elends, daß der Kranke gezwungen ward in sei»nem Bette immer zu sitzen, und zwar so viel es im«mer möglich war aufrecht, aber doch vorwerts ge-bogen, und mit dem Ellbogen auf die Schenkel ge,lehnet. In dieser Stellung hatte er dennoch zuwer.len den Trost, daß seine Marter eine kleine Zeitlangsich legte, und ihm einen sehr kurzen Schlaf vergönn-te , bis sie bald darauf mit einer schrecklichern Bangig-keit den Kranken erweckend ihn von neuem in das glei-che Elend verschlug.

So befand sich der Herr von Saint Auban alsBoerhaave ersucht ward, mit seinem Leibarzte demoben angeführten geschickten Jacob de Bye, überdiese Umstände sich zn berathen. Nachdem de Byedem Boerhaave alle Umstände der Krankheit, undalle umsonst versuchte Mittel zur Heilung erzählethatte, gestunden beyde , sie kennen weder die Na-tur der Krankheit, noch ihren Sitz. De Bye warzwar geneigt, ein verschlossenes Geschwür in denLungen zu vermuthen , weil er bemerket hatte, daßoft auf die grösten Bangigkeiten ein dicker Schleimausgeworfen wurde. Boerhaave konnte diese Mey«nung nicht annehinen, weil die einzigen sehr un-gleichen und dringenden Zufälle ausgenommen, al-les übrige in dem Kranken unverlctzet blieb. Umseine eigM Meynung von dieser wunderbaren Krank-heit angefragt, antwortete Boerhaave nach einerlangen und tiefen Ueberlegung, er wisse zwar nichtwas er mit Wahrheit von der innern BeschaffenheitP