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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
Entstehung
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241
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S28 Drittes Buch/

erleichtern wolte, sah man nach der allerkleinsten Be«wegung sein Angesicht schwarz werden , alle Aderndes Kopfs aufschwellen , die Augen hervorragen /und dieses Todesbild den Athem aus den tiefsten Ei»,geweiden heraufschöpfen. Nur ein rauher Laut konn-te dem Sitzenden einige Erleichterung verschaffen.Wolte er mehr wagen, so wurden alle vorher be-schriebene Uebel noch viel ärger. Endlich hatte mansogar das Herzenleid auch auf die bloffe Ausspracheweniger Wörter dieses bejammernswürdigste Schau-spiel erfolgen zu sehen. Bey allem diesem Elendebeobachtete Boerhaave mit der äussersten Erstaunungeinen starken, beständigen, und weder allzugeschwin-dcn noch sinkenden Puls, der den ganzen Körpergleichmäßig erwärmte, nährte, stärkte, erhielt. Nureinige Tage vor dem Tode fieng er an bisweilen zuwanken, zu sinken, und zu unterbleiben.

Bis auf den neunten Heumonat streckte sich diesesbetrübte Leben aus. Jeden Tag rang der Krankefast einen ganzen Monat hindurch, mit diesen furcht-baren halbtödendeu Zufällen, ohne die geringste Er,leichterung, wenn man hier und da eine kleine Stun-de ausnahm. Jeden Tag wurden die vorbeschne-benen Anfälle häufiger und heftiger, und jedesmalward dabey das Antlitz schwarz. Ein einfältigesClistier brachte einen kurzen Trost. Die grossenBeklemmungen der Brust beredten längst den Kran-ken , sie entstehen aus hypochondrischen Blähungen,und er bat die Aerzte mit allem Ernste auf die Ab-treibung dieser Winde zudenken, weil er hoste man