viertes Capitel. ---
könnte ihn auf diese Weise noch heilen. Diesesglaubte er noch um so mehr, weil er durch einenentsetzlichen und unaufhörlichen Hunger getrieben,alle Speisen die er erhäschen konnte verschlang / undwenn es die Umstehenden nicht mit der äusserstenSorgfalt verhütet in einer entsetzlichen Menge ver-schlungen hätte; obwohl ihn alles was er aß aufdas grausamste ängstigte. Acht Tage vor seiner letz-ten Stunde flössen ihm zu semer unaussprechlichenFreude die Goldadern / denn daher hoste er nundie Heilung seines Uebels. Er hatte auch immervon den Aerzten begehrt/ daß sie durch die Kunstdiesen Fluß erregen möchten / und dieses ward auchvormals durch Bähungen versucht; doch klagte erimmer die Aerzte einer Nachläßigkeit an / daß sienicht gleich anfangs der Krankheit diesen Fluß mitaller Macht zu erzwingen gesucht. Den siebendenHeumonat ergoß sich eine zimlich grosse Menge Blutdurch den After/ das sogleich geronn. Den folgen,den Tag gieng durch den gleichen Weg vieles Blutab ; der Kranke ward hierdurch freudiger / und ge-traute sich sogar mit der Hülfe der Umstehenden einpaar Schritte in seinem Zimmer zu wagen / welchesvorher lange unmöglich gewesen wäre. Aber zugleichhatte er auch denselben Tag einen so unersättlichenHunger/ daß er zum öfter«verschiedene Speisen ge-noß / und dieselben nunmehr ölM Furcht der Er-stickung verschlang ; er genoß auch mit grosser Lustseine Nachtmalzeit/ war dabey zimlich freudig / daer erfuhr daß er nunmehr thun konnte was ihm seit