r;6 Drittes Buch,
wird entdecken, oder wenigstens daher wahrscheinli«chcr weise erklären lassen.
Es wäre zu wünschen, setzt Boerhaave hinzu, daßdas Genie eines geübten Arztes ein solches Uebel gleichanfangs und in seinem ersten Ursprung erkennen könn-te. Es wäre zu wünschen, daß er dennzumal dieweitere Verbreitung dieses einmal vorhandenen über-fliesscnden Fettes zu hindern vermöchte. Dennzu-mal wäre zu hoffen , daß man die daher rührendenKrankheiten könnte erkennen und verhüten. Denn die-se einmal vorhandene Gewächse, sagt Boerhaave kön,neu durch keine Kunst aufgelöset, untergebracht undvertrieben werden; es sey denn daß ihre Lage einergeschickten Hand erlaube sie herauszuschneiden. Bo-erhaave gestehet, er kenne noch keine bisher erfun-dene Kunst, durch welche man eine Fettigkeit, diesich einmal zu entwickeln und eine widernatürlichefette Geschwulst zu gestalten anfängt, so zu bezwin-gen vermöge, daß sie nicht durch ihren täglichen An-wuchs bis ins unendliche sich vergrössere. Denn dain den äusser» Theilen unter der Haut entstandene,der Hand, der Betastung, und den stärksten chirur-gischen Mitteln offen liegende Speckgefchwulsten inihrem Wachsthum nicht können gehindert werden;wie solte dieses bey inwendigen möglich seyn. Für-wahr so oft ich, sagt Boerhaave, den hellen Hau-fen der Praler dergleichen Dinge von sich rühmenhöre , so oft möchte ich daß sie scirrhose Geschwül-sten, verschlossene und offene Krebse, Honiggeschwul-sieu, Breygeschwulsten und Speckgefchwulsten,