viertes Capitel. s;?
auch keine Haut , die auswendig das ganze umge-bende ausgenoiumen , in dem inwendigen dieser Mas-se ; auch keine Holen oder Celten. Zwischen denFingern verrieben zerfloß diese Masse wie ein fettesOehl. Folglich war sie nach Boerhaaves Schlüsseeine eigentliche wahrhafte Speckgeschwulst.
Nichts war indeß wunderbarer anzusehen, alsdie von der natürlichen Ordnung abgehende Lage al-ler Theile der Brust. Denn da eine Masse von fastsieben Pfunden die in Knochen von allen Seiten ein-geschlossene Brust erfüllte , so fand sich auch dasZwerchfell niedcrwerts in die Hole des Bauches ge-drücket, daher denn die gleich anfangs von Bocr-haave als etwas besonderes angemerkte Spannungdes Bauches gekommen war. Der mit dem Zwerch-fell verwickelte Herzbeutel war ihm gefolget, mitdem Herze tief herabgedrücket , und weit von feinernatürlichen Lage entfernt gefunden. Auch die Blut-gefäffe die aus dem Herzbeutel ausgehen, warengleichmäßig in die Tiefe gestreckt. Was den Lun-gen wiederfahren, ist schon gesagt.
Hier siehet man ein neues Beyspiel des menschli-chen Elends. Ein unschuldiger, sanfter, fetter Safthat blos durch feine Menge, an einen« Orte der dasZusammendrücken nicht verträgt, so wunderbareKrankheiten und endlich den Tod gewrrket. Manlernt also , daß so oft ganz unregelmäßige Zufällein einem Kranken erscheinen, sooft müsse man auchan eine ungewohnte verborgene Ursache denken, diesich vielleicht aus der Geschichte der Zergliederungen