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fünftes Capitel.
ten liegt in dem Pulse. Die ältesten Beobachtersahen aufdcnselben zwar sehr wenig, oder man zäh-le die Chineser unter diese Beobachter. Dem Hip-pocrates war der Puls zwar bekannt, aber er be-kümmerte sich weder um die Zahl seiner Schläge,noch um seine Verschiedenheiten. Herophilus hatsich zuerst desselben als eines Zeichens in den Krank-heiten mit vieler Aufmerksamkeit auf Zahl und Maaßbedient. Galenus wolte diese Aufmerksamkeit aufshöchste treiben, und verfiel in seinen sechszehn überdie Pulse geschriebenen Büchern auf Spitzfindigkei-ten , in Ansehung des Unterschieds der Pulsschläge,und auf eingebildete Regeln in Absicht auf ihre Be-deutung. Man hat hin und wieder in den neuernZeiten diesen Theil der Arzneykunst entweder über-arbeitet, oder erweitert. Solano de Luquez sahneue Verschiedenheiten, und dü Bourdeü aufdes So-lano Schüttern, neue Classen und neue Bedeutun-gen der Pulse.
Wir suchen in dem Pulse das Maaß der Kräftedie das Her; in der Forlsiossung des Geblüts an-wendt. Es wäre darum zu wünschen, daß die Aerz-te ihre Beobachtungen zunächst an dem Herzen ma-chen dürften ; aber unsere Sitten erlauben wenig-stens bey Weibspersonen diese Untersuchung nicht.Der Grad der Geschwindigkeit und der Stärke, dieOrdnung und die Verhältnis der Schlage unter sich,sind also die Erscheinungen die wir sern von demHerze in dem Pulse suchen.
Nach der Verschiedenheit des Hi,nm»,'lsstriches, der