Buch 
Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
Entstehung
Seite
281
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Drittes Buch,

eines Steins. Daher man in Deutschland auf denGedanken gefallen, Plancus möchte wohl die Urfachdieser seltenen Farbe am ersten in einem KüpfcrnenNachtgeschirre gefunden haben.

Ein ganz weisser und blaßgelber Harn wird inhitzigen Fiebern für höchst gefährlich gehalten, undbesonders wenn er vorher einen Bodensatz gehabt.Nach dem Galenus verkündigt ein weisser Harn ineinem hitzigen Fieber eine Hirmvuth, in einer Hirn,Wuth den Tod; nach dem Boerhaave ist der Harneines Menschen der von einem hitzigen Fieber stirbtimmer farblos. Indeß sehe ich in Krankheiten, diemit einer Entzündung begleitet sind, allemal auf dasplötzliche Erblassen dcS Harns eine gänzliche Besse-rung und Abnahme des Fiebers, wenn die übrigenZeichen gut sind. Ein ganz weisser oder blaßgclberHarn zeigt sich in gesunden Menschen, und beson.ders in den Weibern, auf einen plötzlichen Schre-ken oder Zorn. Dieser Harn ist der fast gewisseBeweis eines Anfalls der Hypochondrie oder derMutterkrankheit, er begleitet mehrentheils jeden ho-hen Grad von beyden, und färbt sich wenn der Kran-ke besser wird. Indeß habe ich in verschiedenen sehrheftigen Anfällen der Hypochondrie und der Mutter,krankheit die ohne Fieber waren , den Harn nichtselten so roth gesehen, als in einem hitzigen Fieber.Der Harn ist auch weiß oder blaßgelb wenn die Nie-ren oder die Leber verstopft find, darum hielt Gale-mis diesen Harn in Gallenkrankheiten für sehr ge«fährlich. Er ist auch endlich in einem anhaltenden