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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
Entstehung
Seite
298
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achtes Capitel.

plötzlichen Zurücktreten der monatlichen Reinigungentsteht, sehe ich anfangs Stücke geronnen Blutund gleich darauf auch Helles Blut mit vielem Schlei-me auswerfen/ allmählig wird der Auswurf eite-rigt und stinkend/ er bleibt auch immer einigermas-sen mit Blut vermischt. Wird es mit dem Kran-ken besser so verliert sich der Gestank / doch äusser»sich ganze Stücke geronnen Blut von neuem in derZeit der Reinigung / wenn diese nicht fließt. In ver-schlossenen Brustgeschwüren / die auf eine Entzün-düng der Lungen folgen/ hat der Kranke anfänglichdes öflcrn Hustens ohngeachlet keinen beträchtlichenAuswurf; er erfolgt aber lange vor den« Ausbruchdes Eiters / bleibt oft bis an das Ende des Lebensweist und geruchlost / und wird auch wenn das Ge-schwür zerborstet / welches nicht selten ist / zulezt sodick und zäh / dast er fast nicht heraus will. Beyder wirklichen Zerborstung des Geschwürs / die ichzuweilen mir einem Brechen begleitet finde, sehe ichauch ordentliche Häute mit dem Eiter auswerfen.Der Eiter selbst ist gut/ wenn er weist, einförmig,nicht stinkend ist / und ohne grosse Mühe abgeht;er ist sthlimm , wenn er gelb oder grün ist / undstinkt. Es giebt aber auch einen Auswurf, der zwardie Anzeige einer eigenen Gattnng Schwindsucht ist,allein nicht in Eiter, sondern in einem dicken, häu-figen, zähen, geruchlosen, geschllläMstn Schleimebesteht. Ich habe vor zehen Jahren in Frankfurteine Dame gesehen, die durch den langwierigen undhäufigen Auswurf eines solche» Schleimes rn des