achtes Capitel. 299
dieser Haut abuimt, oder gar verschwüret, und wirftchlicssen auf einen schlimmen Ausgang , wenn siehartnäckig bleibt oder gar zunimt. Doch ruht auchdieser Scbluß auf der Verbindung diests Zeichensmit den übrigen.
Man hat wider die Lehre von der lederhaftenHaut wichtige Einwürfe gemacht. Svdcnham sagt,wenn m einem Seilensiich das Blut nicht horizontalsondern pcrpendicular über die Haut herunterlaufe,so werde es der gleichen Geschwindigkeit m seinem Lau,fe vhngeachtet, aus einer ihm unbekannten Ursache,die ledcrhafte Haut nicht haben; Herr Triller hin-gegen sah diese Haut auch in dem letztem Falle, undder Freyherr von Swietcu bekräftigt diese Wahr-nehmungen durch die feinen. Vielleicht haben bey-de Partheyen recht. Die ledcrhafte Haut zeigt sichin Krankheiten mit Entzündung mir wenigstens nurwenn die Oefnung groß ist, und folglich wenn dasBlut horizontal hervorquillt. Allein die Oefnungkann groß seyn, und das Blut läuft dennoch pcrpen-dicular herunter wenn ein Bisgcn Fett vorfällt, oderwenn die Ader allzusehr feitwcrts gcöfnct ist. Beygar zu kleinen Oefnungen tröpfelt freilich das Blutüber den Arm herab, aber die ledcrhafte Haut zeigtsich auf dem Blute nicht, weil die Oefnung zu kleinist. Auch nehmen die mathematischen Aerzte an,daß durch eine breite Wunde in Absicht auf die Ver-hältnis mit der ganzen Masse, mehr dickes Blut her-ausgezogen wird als dünnes, weil in dem Umlaufeder ganzen Masse das dünnere Blut vermittelst des