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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
Entstehung
Seite
318
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achtes Capitel. ;o;

Kranken auf beyden Seiten wie in der Brustwasser,sucht unerträglich , wenn er Geschwüre auf beydenSeiten hat. Man sieht wie nöthig es ist, die üb-rigen Zeichen und auch die Ursachen zu rath zu zie-hen, wenn man ein verdecktes Lungengeschwüc voneiner Brustwasserfucht unterscheiden will. Aber auchdiese Untersuchung ist schwer, weil auf eine Lungen-entzündung auch eine Brustwasserfucht folgen kann,die wie ein Geschwür fortgeht, den Kranken um.bringt, und nach dem Tode erst dem Auge des Zer-gliederers kennbar wird.

Man betrachtet in den hitzigen Krankheiten auchunnatürliche Bewegungen als Zeichen. Das Auf.hüpfen der Sennen wird bey einem unruhigen Schla-fe zwar auch in gesunden, und fast ohne Unterschiedin gelind und gefährlich Kranken bemerket. Es bc.gleitet freylich verschiedene Fleckenfieber, schlimmePocken, das zurückgetretene Podagra, und die Ver,Wirkungen des Hauptes, aber eben darum läßt sichnichts daraus schließen. Das Kirren der Zähne istauch convulsivisch, ich bemerke es am meisten in Kin-dern , und finde daß es sehr oft ihre Fieber begleitet,ich bemerke es aber auch häufig in ihren convulsivi,fthen Krankheiten. Das Zittern der Lippen bedeu-tet in Fiebern schon mehr, wenn es nicht als einewahre cvnvulsivische Bewegung dem Menschen ha,bitucll ist. Bocrhaave sagt, das Zittern der Lip.ven bedeute in dem Aufnehmen hitziger Fieber meh-rentheils heftige Cvnvnlsionen , in gar hitzigen Fic,U