;iü Drittes Buch,
schalten geneigt, mit tausend lächerlichen Sorge«und eingebildeten'Plagen täglich beschäftigt, täglichihre Kräfte verschwenden , mager werden, in lang»wierige Husten, oder in eine Gattung Schwindsucht,oder auch in andere Krankheiten versinken, undsterben. Jene macht zu viel Licht unglücklich, diesezu wenig.
Ein Arzt, der Menschen sieht, die ohne zum vor-aus körperlich krank zu seyn , unaufhörlich mit et-was sich zu plagen wissen , das ihren angenomme-nen Hang zum Unmuth erweitert, ihre Nerven er-schüttert , und eines kleinen Stillstands ohngeachtetwiederkommt wie die unermüdete Welle an das U-fer, hat also ein sicheres Zeichen dasi diese Leutenicht nur dieser oder jener von den angeführtenKrankheiten, sondern vielen andern vorzüglich aus-gesetzet sind.
Man bemerket daß ein immerwährender, mit derzärtlichsten Sorgfalt genährter und durch alle Kün-ste einer falschen Vernunftlehre geschärfter Gramder Energie der Nerven, der Wirksamkeit der Fa-sern , der Däuung, dem Geblütsumlauf, der Ab-sonderung der Säfte, und der Nahrung hinderlichist, alles schwächt und alles verwirret. Diese Leu-te sind so reitzbar und so beweglich , daß nach denWahrnehmungen der erfahrensten Aerzte ein un-schuldiges Wort, ein Schaden der keinen Heller be-trägt, ein Mückenflügel, ein Sonnenstäubchen beyihnen alles unter sich und über sich werfen und sieantreiben kann, den Arzt «litten in der Nacht so