;zr viertes Buch,
die Geschicklichkeit das rechte Mittel zu der rechtenZeit zu geben, Galenus nennt ihn darum Erfinderder Gelegenheit, ein Mann von Genie kann oft miteiniger Wissenschaft und ganz ohne Erfahrung dieseGelegenheit finden- Ich lebte vormals mit einemGeistlichen der mit der ausgcdähntesten Kenntnisder Sprachen, der schönen Wissenschaften, derLeh,re des Geschmackes, der Weltweishcit und Gottes-gelchrtheit, ein sehr philosophisches Genie verband.
Er hatte über zwey oder drey mcdicinische Bücherin seinem Leben nicht gelesen, und dennoch redte ermir über jeden einzelen ihm vorgelegten mcdicini-schen Fall , weit practischer als der aufgeblasenste lPracticus.
Durch kein Lesen, keine Arbeit, kiine Uebung ge-langt der Arzt zu diesem Genie, wenn die Anlagedazu in seiner Organisation nicht liegt. Alle seineVerrichtungen behalten sein games Leben hinausden Stempfel der Mittelmäßigkeit, er wird unterschlechten Köpfen groß seyn, aber die grössere Weltwird niemals seinen Namen nennen, der mit ihmso geschwind fällt als die Achtung für einen reichenThoren, welcher vlötzlich seine Güter verliert. Auchdurch den Fleiß macht man sein Genie nicht fähigdie Grenze» der Natur zu überschreiten. Dübossagt, die Uebung kann ein Genie zwar vollkomme-ner machen aber nicht erweitern , denn die Kunstlehret es nur seine Schranken verbergen , aber siegiebt ihnen keine Aüsdähnung. Ein Genie das nur
Tau-
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