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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
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402
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drittes Capitel.

Blut in diesem grossen Abstände von dem Herzen ste-ken, so entstund ein Brand und aus dem Brandeder Tod. Ein Arzt der einige Tage vor diesem Bran-de einem solchen Menschen ein paar Grane Salpe-ter gegeben hätte, müßte ohne Barmherzigkeit schuldan diesem Tode seyn.

Es ist eine gemeine Sache daß ein Kranker nurdie Helfte ober noch weniger von den Mitteln nimmt,die ihm der Arzt verschreibt. Diese allzukleinen Do-sen vermögen nichts auf die Ursache der Krankheit,und folglich macht die Krankheit ungehindert ihrenWeg. Ich habe tausendmal erfahren, daß man indiesen Fällen den Arzt anklagt, sein Mittel sey dieUrsache daß sich der Kranke schlimmer befinde.

Die alten und neuern Aerzte welche von den Wech-selfiebern geschrieben eh man die Peruvianische Rindegekannt, sagen einmüthig, daß auf dreytägige undviertägige sich in die Länge ziehende Fieber, Ge-schwülsten, Gelbsüchten, Verhärtungen in den Drü-sen, und wassersüchtige Uebel erfolgen. Seitdemman sich der Peruvianischen Rinde wider diese Fie,der bedient, versichern ihre Feinde einmüthig, dieseRinde sey die einzige Ursache dieser Uebel. Indeßfolgen auch in unsern Zeiten diese Uebel auf dieseFieber wenn man die Peruvianische Rinde nicht ge-geben hat, denn der Herr Leibarzt von Werlhof hatnicht nur auf empirische sondern auch auf methodi-sche Euren dieser Fieber in welchen man die Peru.vianische Rinde nicht gegeben hatte, und auch aufsolche Fieber die von selbst aufhörten / in sehr vie«