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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
Entstehung
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403
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,yo ^viertes Buch,

len Fällen eine unheilbare Windsucht entstehen gese-hen. Man weiß auch daß die Fieberrinde die Ursa.che des Fiebers nicht stellt, weil alle natürliche Rei-nigungen bey ihrem Gebrauche ihren Fortgang ha-ben/ und selbst die der Rinde so thöricht zugeschrie-benen Fieberkuchen, oder Geschwülsten der Leberund des Milzes dabey verschwinden. Selbst dienach dem Fieber folgenden wassersüchtigen Geschwül-sten weichen nach Brunners, Tortis, Werlhofs undWepfers Erfahrungen der Rinde. Indeß schwörtman in Deutschland und in der Schwcitz, die Rin-de sey die Ursache der Fieberkuchen/ und der was-sersüchtigen Uebel.

Wenn eine Krankheit aufdie andere folgt so mußder bey der ersten Krankheit gebrauchte Arzt die Ur-sache der zweyten seyn, da doch diese zweyten Krank-heiten ohne Zuthun drs Arztes möglich sind. DieGriechen haben schon gesagt, entweder veränderesich die Art und Gattung einer Krankheit so, daßaus einer Krankheit eine andere wird. Oder sieverändern sich nur so weit, daß zu den alten Zu-fällen neue schlagen. Die erste Art dieser Verän,derungen theilten sie in zwo Gattungen. Entwederentsteht diese Veränderung ohne die geringste Anstren-gung unserer Kräfte allein durch die Kraft der Ma-terie der Krankheit / oder sie entsteht durch die plötzlicheund durch die Natur selbst ausgewirkte Uebertragungder Materie der Krankheit von einem Theile in denandern. Nun weiß man daß die Griechen die sichselbst überlassene und durch Arzneyen unzercüttete