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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
Entstehung
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422
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drittes Capitel. 4->-

treiben die Frösche durch ihr Quaken die Blatteraus den Bäumen.

Zwey Dinge können immer miteinander zugegenseyn und in der genauesten Vcrknüvfung scheinen,ohne daß darum das eine aus dem andern fließt.Die Philosophen stimmen zwar übcrein, daß derZufluß und Ruckfluß des Meeres vornemlich vonder verschiedenen Stellung und den Verhältnissendes Mondes gegen unsere Erde abhänge. Indeßempfinden nicht alle Meere diese Gewalt des Mon-des , man bemerket weder Ebbe noch Fluth in derBalthischen See, von Hudsons Meerbusen bis inden Meerbusen von Campeche, in der obern Seevon America, in dem Caspischen und andern Mee-ren. Der Barometer selbst wird durch diese anzie-hende Kraft des Mondes nicht verändert. Auf denWinden sogar läßt sich sein Einfluß nicht merken,indem die periodischen Winde sich nach der Sonneverhalten.

Der Mond Hai auch auf die Erde den Einflußnicht, den ihm die Landwirthe und die Gärtner zu-schreiben. Kein einziger Philosoph zweifelt in un.fern Zeiten an der Falschheit des alten priesterlichenGrundsatzes, daß die Planeten und die Sterne füruns allein erschaffen seyen, und daß nach einemnoch viel ältern Wahne ihr guter oder böser Einflußauf die Erde der einzige Endzweck ihrer Bestimmungsey. Die vieljährigen Wahrnehmungen der Herrende la Quintinie von Reaumur, und Bnffon habengezeiget, daß es unmöglich ist den Einfluß des Mon-