Buch 
Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
Entstehung
Seite
423
JPEG-Download
 

viertes Buch,

des anf die Gemachst zu erweisen, und daß sich indem Pflanzenreiche beständig Erscheinungen äussern,auf welche dieser Planet nicht das geringste vermag.Auch das Mondlicht welches aus der Sonne ausden Mond und von dem Monde auf die Erde fällt,läßt in den grösten Brennspiegel gefastet auf demThermometer nicht den geringsten fühlbaren Gradder Wärme verspüren. Gleichwol wirkt der Mondnur durch fein Licht auf die Erde.

Obfchon erwiesen scheint, daß der Mond keinenfühlbaren Einfluß auf die Erde hat, so glaubt mandoch feinen Einfluß auf den Menschen erweisen zukönnen. Meads vortreflich geschriebene und in vie-lerlcy Absichten höchst nützliche Abhandlung von derHerrschaft der Sonne und des Mondes über denmenschlichen Körper ruhet auf dem Grundsätze, daßder Mond durch seine heftigere anziehende Kraft mden Zeiten da er voll und neu ist unfern LuflkreiSin die Höhe hebe, daß hierdurch die Luft welcheuns am nächsten ist leichter und unstr Körper weni-ger gedruckt werde, daher denn die flüßigen Theilemehr an die Oberfläche des Körpers dringen, dieBlutgefäße ausdähncn und zuweilen öfncn. Hierauserkläret Mead die Wiederkunft aller Zufälle in demMenschen, die nach dem Laufe des Mondes sich ver-halten. Er glaubt diese Luftgeschichte sey die Ur-sach der monatlichen Reinigung der Weiber, dadoch kein Tag vergeht in welchem nicht hier unddorr ein Weib ihre Reinigung hat, und da endlichalle Weiber ihre Reinigung auf einen Tag haben