48<- viertes Buch,
von Ncubrcysach habe vor wenig Jahren so heftiggcwirket, daß alle Einwohner kaum mit Ausnahmedes zwanzigsten in abwechselnde, und sogar in an-haltende und nachwärts abwechselnde Fieber verfielen.
In den flachen Gegenden der Schwcitz sind langstden Flüssen und Seen die Wechjelficbcr den ganzenSommer sehr gemein, und selbst in unsern Berglan-dern steigen sie bisweilen zu einer fürchterlichen Un-art. Im Jahr 1717 wütete in dem Flecken Stanzim Canton Unterwaldcn ein dreytägiges so sehr gif-tiges Fieber unter dem Volke, daß die Leute schonin dem zweyten Anfall urplötzlich und nnvermuthetmit einem grossen Kopfschmerz und Beklemmungder Brust starben, indeß da ihre Aerzte nicht einmalträumten, daß man von einer solchen Krankheit ster-ben könne; unweit dem Flecken Stanz liegt ein be.trächtlichcr Morast. In unsern warmern Gegen-den, wie in der Landschaft Waat, vereinigen sichschon zimlich mit den abwechselnden die faulen Fie,ber. Hingegen sind die Tertianfieber in den Theilender Schweiz ungcmein selten wo das Ufer der Flüsseund der Seen etwas höher ist.
Jährlich tritt der Elschfluß im Tyrol aus seinemUfer und läßt in allen umliegenden Gegenden eineMenge Wasser zurück. Nach einigen Wochen ver-derben diese Wasser und stecken die Luft so sthr an,daß schon im May die Einwohner gezwungen sindnach ihren Häusern auf den Gebürgen sich zu flüch-ten , von welchen sie erst im September zurückkom-men. Alle diejenigen, sagt Otter, die diesen Vor-theil