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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
Entstehung
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492
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fünftes Lapttel.

diesem sumpfigten Quartier, und wie HippocratcSvon dem kranken Philiscus zu bemerken nicht unter-ließ, dichte an den Schanzen; auch ward ich viel-fältig mit dem Tertianfieber, sowohl als dasganze Haus des Herrn von Halter bey dem ichwohnte, geplagt. Die von dem Maschgrunde undden Schanzgraben entfernten Quartiere der Stadtbliebe» von diesen Fiebern gänzlich frey, die beyuns und in den nah gelegenen Häusern nur mit demWinter aufhörten.

In den vereinigten Niederlanden und in dem Hol,ländischen Flandern sind wegen dem in den Süm-pfen vermischten süssen Wasser und Meerwasser dieTertianfieber schon viel schlimmer, oft so unartigdaß eine Menge Menschen davon sterben, und fastnicht zu heilen. Die Niederlande sind längst der Seemehrentheils morastig und hin und wieder mit demfaulen Dampf, der aus dem von der Ebbe blosge-lassenen Schlamm entsteht besonders angesteckt, al-les gesunden Wassers aber fast gänzlich beraubt, unddaher fehr ungesund. Ich habe diesen Dampf nachso vielen in Deutschland ausgestandenen Tertianfie-bern mit Schrecken gerochen, Herr Pringle der ihnbeschrieben sagt das beständige Brechen sey in diesenGegenden gemein und die hitzigen Krankheiten mitWürmern begleitet, welches er aber nur für eineFolge und nicht für eine Ursache der verdorbenenSäfte hält. Ein berühmter Müllhausischcr Arzt er-zählet , eine Ueberschwemmung und darauf erfolgteStockung und Fäulnng der Wasser in den Graben