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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
Entstehung
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506
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fünftes Capitel.

lich sterben gesehen , dem der sonst so wenig geach-tete Dampf eines Talklichtcs von seinen Mitgcsellen ,in die Nase geblasen worden. Kolen von Eichen-iholz haben in leicht verschlossenen Kammern sehr oftden Menschen durch ihren Dampf plötzlich getödet. jMan hat aus dem Dunste von frischem Kalch einunaufhaltsames Niesten und endlich den Tod erfol-gen gesehen. Nichts ist bekannter als die schädlicheWirkungen des in einem nicht genug gelüsteten Kel-ler gährenben Weins. Ich bin zu verschiedenenmalen in meinem eigenen eben nicht überfüllten Kel-ler aus dieser Ursache in einem Augenblicke schwind,licht und fast sinnlos geworden; andere sind daherplötzlich gestorben. Alle diese Dünste tödcn wie ei-ne allzustarke Dose Vrandtewein, oder der Dunstvon dem feuchten und hcissen Heu, durch eine Schlaf- ^sucht oder einen Schlagfluß.

Die Luft wird endlich aufvielerley Weise durch dieWinde verändert. Es läßt sich nicht jagen was die-ser oder jener Wind überhaupt wirke, weil verglei-che Wind in verschiedenen Oertcrn und Zeiten sehrverschieden ist. Die Winde haben also überhauptnichts gutes und nichts böses an sich, weil man nurweis welche Winde in einem gegebenen Lande undin einer gegebenen Zeit, gut oder schädlich sind. Ei-ner der grösten Männer unsers Jahrhunderts lä-chelte über die liebliche Verrücknng der Aerzte, diein ihren Büchern ordentlich entscheiden was der Ost-wind oder Nordwind wirke, weil jeder Wind alle-mal dasjenige m jedes Land bringt was auf dem