,24 Viertes Buch,
verfallen. Der Brey ist die garstige Quelle dermeiste» Uebel, der Ungestalt und des Todes der Kin-der, aber zum Unglück gründet sich wenigstens beybürgerlichen Weibern der Slolz sehr oft auf die Fet-tigkeit ihrer Kinder, und darum überfüllen sie inder ungewissen Hofnung diese drolligte Lcibesgestaltden Kindern zu erzielen, ihre Magen mit dem auchoft für Erwachsene unverdaulichen Brey, weil sienicht begreifen können oder wollen daß alle Speisenerst dann zur Nahrung werden , wenn sie verdautsind. Der weise Plularch sagt, die Spartaner ha-ben ihren Kindern so wenig zu essen gegeben, damitihr Körper recht groß wachse. Philopoemon zwangdie Spartaner die Manier ihre Kinder zu nährenaufzugeben, weil er wohl wußte sagt Plutarch , baßsie sonst immer eine grosse Seele und ein erhabenesHerz hätten.
Die Nachtheile der Butter habe ich nicht Anlaßzu bemerken, weil es in der Schweitz nicht wie inDeutschland und in Holland üblich ist die Butterbey der Malzeit zu speisen. Die wenigsten unteruns gemessen dieselbe wie die Engländer bey demFrühstücke, oder vielmehr sieht man unsere Fressermit der Butter ihr Frühstück beschließen. In Nie-dersachsen und im Brandenburgischen, wo mansich mehrentheils anstat der Nachtmahlzeit mit ei-nem leidigen Butterbrodt begnügt und in dassel.be so verliebt ist als die Engländer in ihren Punch,fühlen die Leute von dem Mißbrauch ihrer meistgesalzenen, und oft schon verdorbenen Butter,