?i4 viertes Such,
wenig Lust zum Essen und Trinken. Er aß auchnus freyem Willen nicht, sein Schlaf war sehr un-ruhig, und fein Geist zuweilen nicht recht gegen-wärtig. Bey diesen Umständen bediente er sich ei-nes bittern Trankes, das wenig zu helfen schien.Man rief einen Arzt, dieser glaubte es liege ein leich-tes Uebel in den Därmen, er riech den Gebrauch derCan obcnedictcn, und hoste die Krankheit werde durchdie Ausdünstung sich verlieren. Aber die gleichenZufälle kamen immer wieder, daher schritt der Arztzu gelinden Laxiermittcln. Indes« glaubte sich derKranke stark genug das öffentliche Eramc» mit fei-nen Studenten zu hasten. Er strengte in demselbenseine Kräfte über alles Vermögen an, der Akademi-sche Senat bemerkte daß er wider die Natur einessolchen Genies sehr weitläustig und zuletzt ganz aus.schweifend wurde, obschon doch alles was er sagte,und auch sein Irrereden selbst, unvergleichlich La-teinisch war. Man bat ihn, er möchte enden weiler krank sey, und brachte ihn nach Hause. Sobalder sich zu Eette gelegt halte, ward. alles schlimmer.Er klagte über einen stechenden Schmerz in dem Kopfe,der zwar nachließ, aber selten war der Geist genug-sam in der Ordnung. Er redte wenig, nicht rechtvernünftig , und mchrentheils wider seine Gewohn-heit Lateinisch. Wcchselsweise war er verwirrt, oderschlief, übrigens schwach, mager, und gelb. Indiesen Umständen fiel der Bruder des Kranken, einGeistlicher und sein würdiger Nachfolger in dem glei-chen Professorate, auf den Gedanken, die Materie