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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
Entstehung
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754
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vierzehntes Capitel. 74»

MondeS eine plötzliche Ohnmacht/ der Cmr Peteroft Convulsionen. Pascal sah immer Abgrunde vollFeuer zur Seite. Pope hatte sein ganzes glorrei-ches Leben hindurch/ so wie Halter in den Zeitenda er schon durch seine Gedichte unsterblich ward,den abscheulichsten Kopfschmerz. Baraltier warimmer kränklich/ und doch ist er in seinem nichtüber die Kinderiahre sich erstreckten Leben ein Wumder von Gelehrsamkeit gewesen, wie mein berühm,ter und liebenswürdiger Landsmann, der achtmalin PariS gekrönte Professor der Alterthümer inBasel, Samuel Schmid. Ein noch izt in der äus.fersten Stille grosser, und ungenannt von den grö-sten Geistern in Europa gepriesener sechs und zwan.4igjahriger Schweitzerischer Philosoph, Staatsmannund Weltbürger hat einen höchst schwächlichen Leib,ein blasses und stilles Aussehen, und neulich ranger in einer tiefen Erschöpfung seiner Kräfte mit demTode, den er überwand.

Die-^Wirkungen der meisten entfernten Ursachender Krankheiten hangen vorzüglich von dem Tem-peramente ab. Man kann daher nicht immer fra-gen, ist diese Sache gesund, oder ungesund? Sieist diesem gesund und jenem ungesund, und bey al-len muß durch die Erfahrung ausgemacht seyn, waSsie ist. Durch eine genaue Beobachtung der Er-scheinungen und der Zeichen macht man sich dasTemperament eines Menschen bekannt, aus seinemTemperamente kann man auf die Wirkung schlies-sen, die diese oder jene Ursache auf ihn machen