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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
Entstehung
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764
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vierzehntes Capitel. 7z r

von der Welt finden" sich auf der Insel Barbados,Herr Matlhcw war auf dieser Insel geboren, undalso war seine Antipathie sehr gerecht. In der glei-chen Versamlung gestaltete einer von uns unter denAugen des nunmehr wieder zu sich selbst gekomme-nen Herrn Matthew eine kleine Spinne aus demangeführten schwarzen Wachs. Er sah diese Arbeitmit aller Gelassenheit an, aber für alles in der Weltkonnten wir diesen sonst im geringsten nicht furchtsa,men jungen Mann nicht bereden, die wächserne Spin-ne zu berühren Er verwarf auch die von mir ihm an.gerathene Cur seiner Antipathie, die darum bestund,daß er mit Bleystist einzele Theile einer Spinne,und aümählig ganze Spinnen zeichne, daß er nach,Werts diese Theile und endlich diese Spinnen so wiesie in der Natur sind male, daß er hierauf einzeleTheile wahrer Spinnen , endlich ganze aber todte,und zulezt lebendige Spinnen sich vorlegen lasse Michdünkt er hätte mit dieser Methode seine Antipathiegeheilt, wenn sie heilbar ist.

Nunmehr komme ich auf die entfernten Ursachender Krankheiten, deren Grund in einer fehlerhaftenBeschaffenheit des Körpers liegt. Man zählet indiese Classe ganz verdeckte, zum Theil verdeckte, undoffenbare Mängel.

In die erste Classe gehöret die ererbte Neigung zuKrankheiten. Die immer mehr überhandnehmendeWeichlichkeit unserer Lebensart ist schuld, daß un.scre Kinder so zart , so schwächlich , und so leichtzu lüden sind, daß wir selbst unsern nervichten Vor-