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die aus dieser Ursache durch die blosse Gewohnheitnicht den gerurgsten Schaden leiden.
Man gewöhnet sich so wohl an allerhand schäd.liehe Speisen, das, es sich niemals ohne Ausnahmesagen läßt, diese Speise ist ungesund. EinzelePersonen haben, wie ich sehr oft sehe, sehr oft eineeinzele und ihnen eigene Diät nöthig. Das Schwei.nenfleisch wird in Peru wie zu Batavia für eine ge«fünde Speise gehalten; vielleicht macht nicht die ei»gene Natur der Schweine in diesen Ländern sondernvielmehr die blosse Gewohnheit, daß dieses Fleischdaselbst wider alles Vermuthen unschädlich seyn soll.In Ostindien bedient man sich fast überall des Teu»feisdrecks zur Würzung der Speisen, und niemandklagt über seine Unannehmlichkeit, denn auch fürmich ist der Genuß des Teufelsdrecks, welchen ichzur Aufheiterung meines Geistes zuweilen kaue,eine wahre Wollust. Lancisi sagt, die Mexicanerspeisen nicht nur die Eyer der Insecten welche Mo«räste bewohnen und der Fische ohne Nachtheil, son.dern sogar selbst den stinkenden Mosschlamm.
Sehr unverdauliche oder häufig in dem Magenanfgethürnte Speisen werden zuweilen durch dieGewohnheit erträglich. Man sieht Leute die miteinem sehr schwachen Magen das Rindfleisch unddas schwarze Brodt sehr wohl bauen, Hippocrateshat darum sehr wohl geurtheilt, daß harte, schwe-re, und unverdauliche Speisen auch schwache Perso-nen die deren gewohnt sind, nicht beschweren. Ichkenne einen Schwcitzcrischen Ofsicier der in allenCce