dienst abzuwarten, ohne, unter diesem Vorwand,dem Staate in welchem sie wohnen den geringstenSchalen zuzufügen, r.) Der zweyte allgemeineHauptgrundsatz ist, daß der Papst nichts als römischerBischofs, und als solcher der Erste unter Gleichensey; doch also , das; ihm auch nicht die geringsteOberherrschaft über andere Bischöffe und die ihnenuntergebene Geistlichkeit zustehe. ;.) Ein dritterGrundsatz muß seyn: Daß alle Geistliche, ohne Un-terschied, Unterthanen des Staates sind, und allenOrdnungen und Gesetzen desselben Folge leisten müs-sen. Aus diesen allgemeinen Grundsätzen könnenund müssen viele besondere Folgen so oft gezogenwerben, als solches ohne Nachtheil für die christ-liche Religion geschehen kann.
Die Verminderung des päpstlichen Ansehens wirdden Umsturz des Aberglaubens, der Blindheit undUnwissenheit des Pöbels in Glaubenssachen nach sichziehn. Hingegen werden die Liebe der Bürger fürdas Vaterland, die Neigung und der Gehorsamgegen ihren Landesfürsten neu aufleben; da sie chrHerz nicht weiter unter zwey Machte vertheilen müs-sen , welche verschiedene und nicht selten einanderentgegengesetzte Absichten haben. Die Abstellungderjenigen Verordnungen, welche Rom^und dieGeistlichkeit bereichern, wird den ganzen Staatwieder emporbringen: Alles wird sich besser befin-den ; der Feldbau, Künste und Handelschaft, diebey einem dürftigen und unterdrückten Volke nie-mals ihre Wohnung aufschlagen , werden wiederC