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Von einer Reformation in Italien : oder von den Mitteln, die gefährlichsten Missbräuche und die schädlichsten Gesetze dieses Landes zu verbessern / [Karl Antonio Pilati]
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121
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hjlngeu gerecht und vernünftig seyn, und mit derZeit sein Glück vollkommen machen werden. Oder,wenn bisweilen ein alberner oder störrischer Kopfdaran etwas auszusetzen hätte, wird er dennochnicht öffentlich darüber murren dürfen, aus Furchtdie Vortheile zu verlieren die er bisher in diesemglücklichen Lande genossen hat; wenigstens wird erkeine oder geringe Nachfolge finden.

Noch ein anders fürtrefliches Mittel kenn ich,um gleichsam jeden Bürger einzuladen, die Denk-art und die Grundsätze des Staats uneingeschränktanzunehmen, mit Eifer zu vertheidigen, und, wel-ches das vornehmste ist, sein Thun und Lassen dar-nach einzurichten. Dieses Mittel ist folgendes:Daß nämlich ein Landesherr einen oder mehreregeschickte- und mit einer blühenden Beredsamkeitausgeschmückte Männer, welche seine Absicht durch-aus kennen, und in den neuen Staatsmapimenvollkommen bewandert sind , gut besolde, und ih-nen den Auftrag und die Müsse gebe, die innereGeschichte des Staats mit treuen und lebhaftenFarben zu schildern, alle namhaft löbliche odertavelhafte Handlungen, mit Tauff, und Geschlechts-uamen, nebst dem herrschenden Charackter undTemperamente der Thäter, woraus sich die Trieb,federn der msw'chrrchen Tugenden und Laster ge-wöhnlich am beßten erklären lassen, aufzuzeichnen.Nach einer gewtssn bestimmten Zeit müßte er feineArbeit dem Landesherr und der Censur einhändi-gen, welche ihre Bemerkungen/ AmdexunHen u.s.f.